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Burn-Out-Syndrom

Das Burn-Out-Syndrom wird umgangssprachlich auch chronisches Erschöpfungssyndrom oder chronisches Müdigkeitssyndrom genannt. Auszeichnend für das Burn-Out-Syndrom ist ein dauerhafter Erschöpfungszustand, der bereits seit mindestens sechs Monaten anhält und ein gleichzeitiges Krankheitsgefühl aufweist.

Bislang gibt es noch keine wissenschaftliche Erklärung für den Erschöpfungszustand, der sich durch viele verschiedene Krankheitszeichen bemerkbar macht. In den meisten Fällen leiden die Betroffenen durch die Erschöpfung an einer verminderten Leistungsfähigkeit mit körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit und Verdauungsproblemen. Schätzungen zu Folge leiden in ganz Deutschland zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Menschen an dem Müdigkeitssyndrom. Es wird vermutet, dass das Burn-Out-Syndrom durch das Auftreten mehrerer Faktoren begünstigt wird. Durch eine chronische Überlastung kann beispielsweise das Immunsystem dauerhaft geschwächt werden und Ursache der Beschwerden sein. Neben chronischen Infekten, wie zum Beispiel Herpes-Infektionen, Scharlach und Masern kann das Burn-Out-Syndrom auch durch andere Faktoren ausgelöst werden. Hierzu zählen unter Anderem mögliche Wohngifte in Tapeten oder Hölzern, Pestizide und Konservierungsmittel in Lebensmitteln oder Schwermetalle im Trinkwasser.

Am ehesten wird das Burn-Out-Syndrom jedoch von dauerhaftem Stress ausgelöst. Hierzu gehören beispielsweise ein nicht beseitigter zwischenmenschlicher Konflikt oder Situationen, von denen man denkt, dass sie sich nicht verändern lassen. Auch Mobbing am Arbeitsplatz, eine Überhäufung mit Arbeit oder extreme Einsamkeit können Ursache eines Burn-Out-Syndroms sein.

Zu den Hauptsymptomen gehören eine schwere Abgeschlagenheit und eine Abnahme der gewöhnlichen körperlichen Leistungsfähigkeit. Diese Symptome treten mindestens über einen sechsmonatigen Zeitraum auf. Hinzu kommen können Erschöpfungszustände, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Kopf- und Gelenkschmerzen, Fieberanfälle, Magen- und Darmstörungen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Depressionen und Verwirrtheitszustände. Die nervliche Anspannung verursacht eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Durch die erhöhte Kortisol-Produktion kann es zu Schädigungen des Organismus kommen. Mittels einer Blutprobe kann ein Arzt feststellen, ob der Patient unter einem Burn-Out-Syndrom leidet, da die Blutzellen den Sauerstoff im Blut nicht mehr in ausreichender Menge transportieren können. Die meisten Betroffenen neigen dazu, gegen die Erschöpfungszustände anzukämpfen. Anstatt sich eine Pause zu gönnen, versuchen sie durchzuhalten, was auf den Körper verheerende Auswirkungen haben kann. Das Stresshormon Kortisol ist auch ein Killer des Glückshormons Serotonin. So kann es dazu kommen, dass die Lebensfreunde mehr und mehr abnimmt. Zu einem Zusammenbruch kommt es dann, wenn das Kortisol bis in das Gehirn vordringt, was eine stark reduzierte Gehirnleistung nach sich zieht.

Um ein Burn-Out-Syndrom zu vermeiden ist es wichtig, seine persönliche Grenze zu erkennen und nicht gegen die zunehmende Müdigkeit an zu kämpfen. Es ist viel sinnvoller, sich ausreichende Ruhephasen zu gönnen, wenn möglich auch durch einen längeren Urlaub. Wenn Sie unter einer zu hohen Arbeitsbelastung und vielen Überstunden leiden, sollten Sie dringend das Gespräch mit Ihrem Chef suchen. Für alle Beteiligten ist es in jedem Fall besser, wenn man frühzeitig bekundet, dass man an seinem persönlichen Limit angekommen ist. Versuchen Sie nicht, trotz großer Erschöpfung, immer weiter den Schein zu wahren, als sei alles in Ordnung. Holen Sie sich Hilfe! Wenn Sie einen verständnisvollen Chef haben, wird er Sie verstehen. Ist es erst einmal zu einem Burn-Out-Syndrom oder gar zu Depressionen gekommen, kann das eine wochen- oder monatelange Arbeitsunfähigkeit bedeuten. Da ist es mit Sicherheit günstiger, etwas früher kürzer zu treten.

Wer sich kein Wochenende gönnt, läuft in Gefahr, seine letzten Reserven zu verbrauchen. Auch der Arbeitsplatz mit netten Kollegen spielt eine große Rolle. Wenn ein gutes Verhältnis zu den Kollegen besteht, verläuft der ganze Arbeitsalltag wesentlich entspannter und ruhiger.