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Selbsthypnose

Zeiten, in denen man unter übermäßigem Stress leidet, hat wohl schon Jeder einmal erlebt. Um den Stress möglichst schnell wieder los zu werden, eignet sich besonders sportliche Betätigung, Autogenes Training oder auch eine Selbsthypnose.

Wer die Selbsthypnose beherrscht, kann seinen Körper binnen weniger Minuten völlig entspannen und ist so ganz schnell wieder leistungsfähig. Selbsthypnose kann man sich ganz leicht selber beibringen, auf zeitaufwendige und teure Seminare kann getrost verzichtet werden.

Wie auch beim Autogenen Training, spielt es keine Rolle, ob man bei den Übungen liegt oder sitzt. Die Haltung sollte für den Übenden bequem sein. Wichtig ist, dass man nicht gestört wird, weder von einem Telefon, einer Türklingel oder Sonstigem. Wer mag, kann eine CD mit entspannender Musik einlegen. Durch eine Selbsthypnose kann es passieren, dass die Körpertemperatur leicht absinkt. Wer die Übung im Liegen durchführen will, sollte sich am Besten mit einer Decke zudecken. Als erstes sollte man versuchen, sich von seinen Alltagssorgen zu lösen. Bevor mit der Selbsthypnose begonnen werden kann, sollte man sich eine große, weiße Wolke vorstellen. Im Geiste sollte dieser Wolke vertraut werden, Sorgen und Ängste werden an die Wolke gehängt und mit einem kräftigem Schubs wird sie aus dem Sichtfeld des Übenden befördert. Nach dieser Übung wird mit der eigentlichen Selbsthypnose begonnen. Nun sollte mit einer tiefen Zwerchfellatmung begonnen werden, die daran zu erkennen ist, dass sich die Bauchdecke hebt und senkt. Bei der Einatmung sollte man sich vorstellen, möglichst viel Entspannung einzuatmen. Vor dem geistigen Auge kann der Entspannung eine Farbe gegeben werden. Um den Entspannungszustand zu steigern, kann man zu sich selbst sagen „Beim Einatmen tauche ich immer weiter ein in die wunderbare Entspannung“. Jeder kann sich hier selber einen Satz ausdenken, der ihm am Meisten liegt. Bei der Ausatmung sollte man sich vorstellen, dass mit jedem Atemzug die Verspannung aus dem Körper raus fließt. Anschließend stellt sich der Übende vor, dass er am oberen Absatz einer Treppe steht und zehn Stufen die Treppe hinuntergehen muss. Am unteren Ende befindet sich eine Tür, die in einen Raum führt, der nur von dem Übenden betreten werden darf. In diesem Raum können Sie alle Sorgen fallen lassen. Im Geiste geht man die Treppe hinunter und zählt dabei bei jeder Stufe rückwärts von zehn bis null. Gedanken an einen wunderschönen Schlaf können den Entspannungszustand noch verstärken. Vor seinem geistigen Auge geht der Übende nun in den schönen Raum hinter der Tür. Das Zimmer ist hübsch eingerichtet, ganz nach dem persönlichen Geschmack. Die friedvolle Stille breitet sich im Körper aus. Glücksgefühle durchdringen den Körper. In dem Raum steht eine Couch, die zum Verweilen einlädt. Auf dieser Couch öffnet sich das Unterbewusstsein, der Übende kann an unbekannte Orte reisen. In dieser Phase lassen sich alle Schranken überwinden.

Je öfter die Selbsthypnose trainiert wird, desto stärker wird das Gefühl tiefer Zufriedenheit. Um sich wieder in die reale Welt zurück zu holen, wendet man eine Technik an, die man aus der Hypnose kennt. Man sagt zu sich selber: „Nun wache ich wieder auf, ich zähle langsam bis drei...“ . Nach dem Aufwachen sollte man sich erholt und frisch fühlen. Für einige Minuten sollte man jetzt noch liegen bleiben, um den Kreislauf durch ein schnelles Aufstehen nicht zu überfordern.

Diese Übung eignet sich hervorragend bei Schlafstörungen. Man kann sie durchaus abends im Bett durchführen, denn die Müdigkeit kommt mit großer Sicherheit. Innerhalb weniger Minuten können Sie einschlafen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!