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Mind maps

Ein ausgefüllter Terminkalender, Stress bei der Arbeit oder auch zu Hause, sind schuld daran, dass wir schnell Dinge vergessen, die wir dringend erledigen wollten. Um möglichst nichts zu vergessen, gibt es einige Selbstmanagement-Methoden, die dies verhindern sollen. Eine dieser Methoden heisst Mind maps. Mind maps könnte man auf deutsch übersetzt auch als Gedächtnis- oder Gedankenkarte bezeichnen.

Es handelt sich um eine sehr effiziente Merk- und Notiztechnik. Bei den meisten Techniken werden die Notizen unter- oder hintereinander geschrieben, beim Mind Mapping wird das Hauptthema in die Mitte eines DIN A4-Blattes geschrieben und die Gedanken zu dem Hauptthema werden als Schlüsselwörter auf Linien eingetragen, die eine Verbindung zur Mitte herstellen. Das Blatt Papier wird dabei quer gelegt.

Wie wird ein Mind map erstellt?

Auf das quer vor Ihnen liegende Blatt Papier wird in die Mitte des Blattes in großer Schrift das Hauptthema geschrieben, das anschließend eingekreist wird. Von diesem Kreis abgehend malen sie zu beiden Seiten einige Linien, die für die Schlüsselwörter gedacht sind. Tragen Sie die Schlüsselwörter auf die Linien ein. Schreiben Sie in Großbuchstaben.

Wenn Ihnen mehr Wörter als Linien einfallen, fügen Sie einfach einige Linien hinzu. Es werden beim Mind map keine vollständigen Sätze aufgeschrieben, so dass Sie sich nur auf das Wesentliche beschränken. Lassen Sie Ihre Gedanken kreisen und schreiben Sie so viele Wörter wie nur möglich auf. Verwenden Sie für eine Linie jedoch jeweils nur ein Schlüsselwort. Die Schlüsselwörter werden über Äste miteinander verbunden, so dass Begriffe aneinander gehängt werden.

Dieses Aufschreiben war erst der Anfang, Sie werden feststellen, dass das Ganze ziemlich chaotisch aussieht. Deshlab nehmen Sie jetzt ein neues Blatt und schreiben wieder in die Mitte das Hauptthema. Um das Thema herum malen Sie wieder einige Äste. Auf diese Hauptäste, die unmittelbar vom Hauptthema abgehen, schreiben Sie die Oberbegriffe. An die Oberbegriffe wiederum malen Sie weitere Äste und Zweige für die Unterbegriffe. Um Struktur in ein Thema zu bekommen, eignen sie bestimmte Oberbegriffe wie beispielsweise: Einsatzgebiet, Zweck, Lösung, Problem oder auch typische W-Fragen, zum Beispiel wer, wie, was, warum und wo.

Wichtig ist, dass Sie selber die Struktur Ihres Mind Maps verstehen. Wenn andere Personen denken, was Sie da für einen Unsinn fabriziert haben, sollte Ihnen das egal sein.

Das Vorschreiben der Mind Maps dient lediglich Übungszwecken. Wenn Sie ein geübter Mind Mapper sind, werden Sie keine Vorschrift mehr benötigen und stattdessen Ihren Mind Map so strukturieren, wie Sie die Oberbegriffe im Kopf haben. Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, können Sie auch verschiedene Farben verwenden oder kleine Skizzen aufmalen.

Durch die Verästelungen lassen sich Gedanken und Ideen gut darstellen.

Wo kann man Mind Maps einsetzen?

Wenn Sie einen Vortrag halten müssen oder einen Aufsatz schreiben wollen, eignet sich das Mind Mapping hervorragend, um seine Gedanken zu sortieren und strukturieren. So wird der Stichwortzettel ersetzt.

Auch bei einem Meeting kann Mind Maps sehr sinnvoll sein, da die Hauptideen gleich festgehalten werden. So behalten Sie gleich einen Überblick über den Sitzungsverlauf.

Zum Aufzeichnen persönlicher Notizen kann für Sie Mind Maps sehr hilfreich sein, z.B. in Vorlesungen oder beim Lesen von Artikeln. Wenn Sie sich auf eine Prüfung vorbereiten, sollten Sie einmal Mind Mapping ausprobieren, so können Sie den Lehrstoff systematisch wiederholen. Probieren Sie Mind Maps einfach einmal aus und Sie werden feststellen, dass Sie noch ganz andere Bereiche entdecken werden, die für Sie wichtig sind. Mittlerweile liegen sogar Mind Maps-Werkzeuge als Computer-Software vor. Diese sind als Freeware im Internet zu finden oder als Business-Version käuflich zu erwerben.