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Kaizen - Philosophie im Total Quality Management

Kaizen wird als philosophische Grundlage eines funktionierenden Total Quality Management bezeichnet. Unter dem Aspekt, dass Qualität eine dynamische Größe ist, die im Zeitablauf Veränderungen unterliegt und infolgedessen Anpassungsmechanismen erforderlich macht, ist Kaizen ein solcher Anpassungsmechanismus.

Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bedeutet das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung. Es handelt sich um einen nicht endenden Prozess nach der Devise „Der Weg ist das Ziel“.

Im Gegensatz zu diesem Prinzip der permanenten Verbesserung in kleinen Schritten, ist die Innovation ein eher sporadischer, in sich geschlossener Vorgang, der einen oft umwälzenden Fortschritt darstellt. Die Verbindung zwischen Innovation und Kaizen wird anhand eines Stufenmodells deutlich. Die Innovation dient dem Erreichen neuer Standards, die mit Hilfe von Kaizen kontinuierlich verbessert werden.

Kleine Verbesserungsvorschläge, und erscheinen sie noch so unbedeutend, sind demzufolge genauso zu realisieren, wie größere. Kleine Verbesserungsschritte motivieren die Mitarbeiter und führen letztlich ebenso zu Einsparungen von Arbeitszeit und Kosten wie ein bedeutenderer, aber nur mit zeitlicher Verzögerung realisierbarer Verbesserungsvorschlag.

Als Beispiel wird in der Literatur gerne Nissan angeführt. Jeder Verbesserungsvorschlag, der nur 0,5 Sekunden Arbeitszeit einspart, wird vom Vorgesetzten bearbeitet.

Eine positive Einstellung zum Kaizen ist unabdingbar. Alle Mitarbeiter und insbesondere die Führungskräfte müssen sich damit identifizieren. Verbesserungsvorschläge sollen so unbürokratisch wie möglich geprüft und umgesetzt werden. Sie dürfen für Vorgesetzte keinesfalls ein lästiges Übel sein oder als Kritik empfunden werden. Dazu können im wesentlichen die von der obersten Geschäftsleitung zu beeinflussende Unternehmenskultur sowie die Qualitätspolitik im Unternehmen beitragen.

Bestes Beispiel für ein erfolgreiches Kaizen ist das Kopieren westlicher Technologien durch asiatische Unternehmen. Die kopierten Produkte werden konsequent verbessert und sind häufig dadurch erfolgreicher auf den Weltmärkten als die Ursprungsprodukte.